Die Maslowsche Bedürfnispyramide
Motivation und Bedürfnisse des Menschen

Die Maslowsche Bedürfnispyramide (auch Bedürfnishierarchie) ist eine theoretische Grundlage der Sozialpsychologie. Sie beschreibt und erklärt Motivationen und Bedürfnisse des Menschen.

Die Maslow Bedürfnishierarchie zu verstehen, bedeutet besser auf Teammitglieder, Kollegen oder Mitarbeiter eingehen und einen Anstieg der Produktivität erleben können.

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Erklärung der Hierarchie

Die Maslowsche Bedürfnispyramide beschäftigt sich mit
Wirkung, Inhalt und Art von Motiven.

Maslow fand heraus, dass einige Motive einen höheren Stellenwert haben als andere. Man benötigt Essen mehr zum Leben, als das neuste Mobiltelefon oder ein Auto. Da Maslow das Führen einer Rangliste nicht für Erfolg versprechend hält, ordnet er die Bedürfnisse in fünf Überkategorien, angefangen mit Grundbedürfnissen (Physiologischen Bedürfnissen) bis hin zur Selbstverwirklichung des Menschen.

Des Weiteren unterteilt er die Bereiche in Defizitbedürfnisse (Mangelbedürfnisse) und Wachstumsbedürfnisse (unstillbare Bedürfnisse). Maslow begründet dies damit, dass durch die Nichtbefriedigung von Defizitbedürfnissen physische oder psychische Störungen hervorgerufen werden können. Wachstumsbedürfnisse jedoch können fast nie befriedigt werden.

Ein Bedürfnis beeinflusst nur das Handeln, solange es unbefriedigt ist. Jedoch wird das Handeln nicht von innen angetrieben, sondern eher von den Folgen der Befriedigung angezogen. Das heißt, je mehr ein Bedürfnis befriedigt ist, desto mehr nimmt die motivierende Kraft ab (man isst in der regel weniger, wenn man nicht hungrig ist).

Grundbedürfnisse: Physiologische Bedürfnisse

Als Grundebene seiner fünf stufigen Bedürfnishierarchie sieht Maslow die physiologischen Bedürfnisse. Diese Ebene beschreibt alle elementaren Bedürfnisse, wie

  • Essen
  • Trinken
  • Schlafen
  • körperliches Wohlbefinden

In der Berufswelt übertragen ist dieses physiologische Befinden von Kollegen und Mitarbeitern zwar wichtig, jedoch kaum beeinflussbar.

Sicherheitsbedürfnisse

Sind die physiologischen Bedürfnisse erfüllt, tauchen Sicherheitsbedürfnisse auf. Will man verstehen, was hier passiert, sind Kinder ein gutes Beispiel, da sie im Gegensatz zu Erwachsenen noch nicht vollkommen sozialisiert wurden und Gefühle wie Angst in bestimmten Situationen offen zeigen. Ausdrückliche Bekundung des Bedürfnisses nach Sicherheit lassen sich in unserer sicheren Gesellschaft kaum finden. Beruflich kann es jedoch durchaus passieren, dass Bedürfnisse nach Sicherheit nicht erfüllt sind. Der steigende Leistungsdruck führt nicht selten zu Demotivation, ängstlichen und verstörten Mitarbeitern. Was hier so offensichtlich erscheint, kann in der Realität oft erst bei genauerer Betrachtung auffallen. Seien Sie also stets wachsam und versuchen Sie Anzeichen von Unsicherheit direkt zu erkennen. Wenn der Grundstein der Sicherheit nicht gesetzt ist, lassen sich auch andere Ebenen kaum erklimmen.

Soziale Bedürfnisse

Die nächste Kategorie der Bedürfnispyramide befasst sich mit der sozialen Komponente. Menschen haben in der Regel einen gewissen Drang nach sozialer Anerkennung und sozialen Beziehungen. So kann die Abwesenheit von Freunden, geliebten Personen oder einfach nur Anerkennung dazu führen, dass ein Mensch in ein persönliches Loch fällt. In diesem Zusammenhang versuchen Kollegen in Ihrem Team wird unterbewusst versuchen, seinen emotionalen Platz zu finden. Dieser Prozess findet automatisch statt und funktioniert, bis jemand bewusst oder unbewusst ausgeschlossen wird. Das Thema Mobbing und Ausgrenzung scheint aktueller denn je und wird von Teamleitern oder Chefs oft nicht erkannt. Ist eine Gruppe nicht intakt, kommt es zu Einbußen der Produktivität oder im schlimmsten Fall zu Kündigungen und psychischen Schäden bei den Ausgeschlossenen. Im Sinne der Stabilität einer gesamten Gruppe ist ein solcher Zerfall zu vermeiden - auch da er den Schritt der Wertschätzung verhindert.

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Ich-Bedürfniss: Wertschätzung

Sind diese Gruppenbedürfnisse erst erfüllt, versucht das Individuum "Ich-Bedürfnisse" zu erfüllen. Diese lassen sich in zwei Unterkategorien einteilen. Zum Einem existiert der Wunsch nach Stärke, Erfolg, Freiheit und Unabhängigkeit. Zum Anderen besteht ein Wunsch nach Ansehen, Wertschätzung und Prestige. Wer diese Erkenntnis gewinnt, kann hier als Chef gezielt wirken und die Bedürfnisse recht einfach befriedigen. Loben Sie Ihre Mitarbeiter ganz offen und stellen Ihnen bei besonderen Verdiensten Boni oder andere Belobigungen aus. Andere menschen bei Erfolgen zu erwischen ist ein Trick, die in Büchern wie "Der Minuten-Manager" empfohlen werden.

Ich-Bedürfniss: Selbstverwirklichung

Die Maslow Bedürfnishierarchie sieht die oberste Stufe der menschlichen Bedürfnisse als ein nahezu rein theoretisches Konstrukt an. Hat der Mensch alle anderen Bedürfnisse befriedigt, so wird er nach Selbstverwirklichung streben können. Was das genau ist, hängt von jedem selbst ab. Allgemein bezeichnet Maslow diesen Schritt als Ausschöpfung des eigenen Potentials an. Durch geschickte Motivation und Hilfestellungen in einer Gruppe kann ein Mensch diese Stufe aber durchaus erreichen.

Auch wenn es sich um ein theoretisches Modell handelt, hat die Bedürfnishierarchie große Aussagekraft. Wer sich geschickt anstellt, kann seine Mitarbeiter mit ein paar kleinen Tricks optimal motivieren. Sprechen Sie mit Ihren Angestellten und versuchen Sie zu verstehen, auf welcher Ebene sie Probleme haben.

Rezeption und Kritik

Rezeption

Die Bedürfnisshierarchie ist ein sehr bekanntes Motivationsmodell, weil Maslows Schema in der Lage ist Ordnung in das motivationale Erleben zu bringen. Sein Modell wird meistens als führendes Beispiel bei Motivationstheorien benutzt.

Kritik

Mangelbedürfnisse, die einmal gestillt wurden, bleiben nicht dauerhaft gestillt. Die Pyramide hat keine Lösungsvoschläge um dagegen etwas zu machen, eher eine Infrastruktur der Bedürfnisbefriedigung, die dauerhafte Arbeit erfordert.

Ein weiterer Kritikpunkt der Maslowschen Bedürfnispyramide ist, dass es nicht das reale Verhalten von Bedürftigen darstellt, sondern eine Empfehlung für die Personen die sich um sie kümmern. Ohne die ständige Befriedigung von Mangelbedürfnissen können auch höhere Bedürfnisse angestrebt werden.

Abraham Maslow

Abraham Harold Maslow wurde 1908 in Brooklyn geboren, war ein amerikanischer Psychologe und gilt als Gründervater der Humanistischen Psychologie. Sein Studium absolvierte er an der Universität in Wisconsin-Madison, wo er 1930 seinen Bachelor machte und 1931 seinen Master. Im Jahre 1934 promovierte er in Psychologie.

1937 bekam er eine Professur am Brookly College, 1951 wechselte er jedoch nach Boston. 16 Jahre später wurde er als "Humanist des Jahres" geehrt. Durch einen Herzinfarkt starb er am 8.6.1970.

Durch seine Bedürfnispyramide wurde Maslow bekannt. Mit über 100 Büchern und Aufsätzen wirkte er nicht nur auf die Psychologie ein, sondern auch an die Bereiche der Erziehung und des Managements. Seine Bücher sind empfehlenswert und wer Speed Readingbeherrscht, wird keine Probleme damit haben, viele von ihnen in kürzester Zeit zu lesen.

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