Die Herzberg Zwei-Faktoren-Theorie in der Mitarbeitermotivation

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Die Zwei-Faktoren-Theorie der menschlichen Bedürfnisse, auch bekannt als Motivator-Hygiene-Theorie oder Herzberg-Theorie, entwickelt im Jahr 1968 von Frederick Herzberg, ist eine wirtschaftspsychologische Theorie der Leistungsmotivation von Arbeitnehmern.

Herzberg führte empirische Untersuchungen zur Motivation von Arbeitern durch, die als Pittsburgh-Studie bekannt wurden. Hierbei stellte er fest, dass jeder typische Arbeiter bzw. Arbeitnehmer als Basis für seine Motivation zwei Arten von Faktoren benötigt:
1. die Dissatisfiers oder Hygienefaktoren und 2. die Satisfiers oder Motivationsfaktoren.

Dissatifiers - die Hygienefaktoren

Um eine neutrale Einstellung gegenüber der Arbeit zu erreichen, müssen für den Mitarbeiter so genannte Hygienefaktoren vorhanden sein. Zu den Hygienefaktoren gehören jene Eigenschaften und Merkmale eines Arbeitsplatzes, die dafür sorgen, dass die Arbeiten und Aufgaben reibungslos verlaufen und der Arbeiter seine Stelle als neutral betrachtet bzw. keine Abneigung empfindet. Diese Merkmale werden als gegeben vorausgesetzt und dementsprechend erzeugt ihr Vorhandensein keine besondere Zufriedenheit - ihr Fehlen jedoch führt zu Unzufriedenheit.
Zu den Hygienefaktoren gehören unter anderem:

  • Sicherheit des Jobs
  • Gehalt
  • Gutes Arbeitsumfeld
  • Führungsstil

Sie üben keinen unmittelbaren Einfluss auf die Verbesserung der Qualität und Quantität der Ergebnisse aus, die ein Arbeiter erzielt, da ihre Wahrnehmung eher unbewusst erfolgt.

Satisfiers - die Motivationsfaktoren

Bei den Motivationsfaktoren sieht die Abstufung der Zufriedenheit anders aus. Diese Faktoren beinhalten Merkmale wie Selbstverwirklichung, Aufstieg, Erfolgserlebnisse und Verantwortung - Eigenschaften also, nach denen viele Menschen bewusst streben. Fehlen sie bei einer Arbeitsstelle, erzeugt dies zwar nicht direkt Unzufriedenheit, aber die Arbeiter betrachten sich auch nicht als besonders zufrieden oder motiviert. Sind die Merkmale jedoch vorhanden, führen sie zu einem bewusst wahrgenommenen Gefühl der Zufriedenheit - und somit zu Motivation.

Grundlage der Motivationsfaktoren sind die Hygienefaktoren: Nur wenn erstere vorhanden sind, können letztere darauf aufgebaut werden und zu Zufriedenheit und Motivation führen. Dementsprechend werden Arbeitsleistung und -ergebnisse spürbar gesteigert.

Es wird also deutlich: Nur mit einem festen Fundament der eigentlich nicht bewusst wahrgenommenen Hygienefaktoren können sich nach Herzberg effektive Motivationsfaktoren schaffen lassen - für eine gute Motivation der Arbeitnehmer.

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Herzberg-Zwei-Faktoren-Theorie

Kombination der beiden Faktoren

Es entstehen vier verschiedene Möglichkeiten bei der Kombination von Motivatoren und Hygienefaktoren:

  1. Geringe Hygiene und Motivation:
    Die Mitarbeiter haben keine Motivation zu arbeiten. Außerdem sind die Arbeitsvoraussetzungen so schlecht, dass viele Beschwerden eingehen. Das schlechteste Resultat.
  2. Hohe Motivation aber geringe Hygiene:
    Die Mitarbeiter sind zwar höchst motiviert ihre Arbeit zu verrichten, jedoch sind die Arbeitsbedingungen sehr schlecht und viele Beschwerden werden eingereicht.
  3. Hohe Hygiene und geringe Motivation:
    Es gibt fast keine Beschwerden, da an der Hygiene nichts zu beanstanden ist. Jedoch sind die Mitarbeiter nicht sonderlich motiviert zu arbeiten. Man nennt dies auch die “Söldner-Mentalität”.
  4. Hohe Hygiene sowie Motivation:
    Die Mitarbeiter reichen kaum Beschwerden ein und sind sehr motiviert zu arbeiten. Die perfekte Situation.

Hygienefaktoren können an Bedeutung gewinnen und zu Motivatoren werden, falls sie längerfristig gefehlt haben. Anders herum ist dies auch möglich. Motivatoren können zu Hygienefaktoren werden, wenn sie als selbstverständlich angesehen werden.

Die Einteilung der verschiedenen Faktoren, in Hygienefaktoren oder Motivatoren, hängt also auch von dem spezifischen Erfahrungshintergrund der Gesellschaft oder des Einzelnen ab.

Kritik an Herzberg und seiner zwei Faktoren Theorie

  1. Weil die Ergebnisse mit Hilfe der Methode der kritischen Ereignisse gewonnen wurden, lassen Sie sich auch nur mit dieser reproduzieren und die Ergebnisse sind deshalb methodenabhängig.
  2. Empirisch nicht haltbar ist die angenommene Wirkung der Arbeitszufriedenheit auf die Arbeitsleistung.
  3. Nicht berücksichtigt wurde der Schutz des Selbstwertes als alternative Möglichkeit zur Erklärung von Herzbergs Ergebnissen.
  4. Die Entstehung der Arbeitszufriedenheit wurde zu stark vereinfacht.

Über Herzberg

Frederick Irving Herzberg war Professor für Arbeitswissenschaft und klinische Psychologie. Seit 1957 war er Professor der Psychologie in Cleveland an der Case Western Reserve University und gründete das Department of Industrial Mental Health. 1959 stellte er als Ergebnis seiner Studien über den Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Bedürfnisbefriedigung am Arbeitsplatz seine eigene Inhaltstheorie der “Zwei Faktoren” in seinem Buch “The Motivation to work” vor.

Herzberg’s Buch “Work and the nature of Man” wurde 1995 zu einem der wichtigsten 25 Managementbüchern des 20. Jahrhunderts in der internationalen Presse geführt wurden. Im gleichen Jahr wurde er auch zum Cummins Engine Professor of Management ernannt. Wenn Sie an seiner Lektüre interessiert sind, empfehlen wir Ihnen, das Buch mit Speed Reading zu lesen.

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