Einen eigenen Führungsstil entwickeln

Die Dynamik der Zeit erfordert schnelle Anpassungsfähigkeit und das besonders im Bereich der Unternehmensführung, was mir nicht nur junge Unternehmer aus dem Startup-Umfeld sondern auch Vorgesetzte größerer Konzerne bestätigen konnten. Im Laufe der Zeit ändern sich Umstände in einem Unternehmen und deshalb könnte ein Stil, der in der Vergangenheit angebracht war, für die Zukunft nicht mehr funktionieren.

Bewusstsein für die neue Position

Um einen passenden Führungsstil für sich zu finden, müssen Sie sich über die zukünftigen Änderungen bewusst sein, denn ohne ein solches Bewusstsein ist es nicht möglich Menschen richtig zu führen. Stellen Sie sich folgende Fragen:

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  • Wer wird von mir geführt?
  • Welche Aufgaben werde ich in meiner neuen Position haben?
  • In welcher Situation ist meine Abteilung bzw. Unternehmen?

Wenn Sie alles beantworten konnten, sollten Sie überlegen, was Sie von der bisherigen Führung beibehalten oder ändern möchten.

  • Wurde das Team bisher gut geführt?
  • Ist es möglich mit meinem bisherigem Führungsstil meiner operativen Arbeit nachzugehen?

Tipp: Versuchen Sie nicht zwangsweise innerhalb von einer Stunde auf Ergebnisse zu kommen. Reflektion und Bewusstsein benötigen Zeit.

Die 3 klassischen Führungsstile

Besonders jüngere Vorgesetzte versuchen den perfekten Stil in Fachbüchern oder Ratgebern zu finden. Jedoch stößt der Leser dabei stets auf Widersprüche, da in den unterschiedlichen Büchern auch unterschiedliche Stile empfohlen werden:

  • Unter einer Autoritären Führung führen Mitarbeiter die Entscheidungen des Vorgesetzten aus und haben dabei keinen Einfluss auf den Entscheidungsprozess.
  • Bei einem Kooperativen Führungsstil werden die Mitarbeiter in Entscheidungen einbezogen.
  • Der Laissez-faire Führungsstil bietet die volle Freiheit für die Mitarbeiter und stets demokratische Abstimmungen.

Fazit: Jeder Stil hat Vorteile und Nachteile, aber durch eine “Flexible Führung bzw. Situativen Führung” werden stets die äußeren Umstände berücksichtigt und der Vorgesetzte handelt dadurch je nach Situation.

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Situatives Führen nach Hersey und Blanchard

Paul Hersey und Ken Blanchard entwickelten im Jahre 1977 die Theorie des Situativen Führens. Dabei unterscheiden sie zwischen einem aufgabenbezogenen und einem beziehungsorientierten Führungsstil.

  • Aufgabenbezogener Stil: Ist gleichzusetzen mit dem autoritären Führungsstil.
  • Beziehungsorientierter Stil: Dabei legt der Vorgesetzte einen großen Wert auf gute Kontakte mit den Mitarbeitern und versucht diese stets zu motivieren.

Abhängig vom “Reifegrad” des Mitarbeiters sollte ein anderer Führungstyp für den Erfolg sorgen. Bei dem “Reifegrad” wird zwischen dem Sachlichen und Psychologischen unterschieden. Diese werden wie folgt beschrieben:

  • Sachliche Reife: Mitarbeiter entwickeln sich selbstständig weiter und streben Verantwortung an.
  • Psychologische Reife: Hierbei wollen Mitarbeiter persönlich etwas erreichen und sind dadurch hochmotiviert und engagiert

Hersey und Blanchard empfehlen 4 unterschiedliche Führungsstile je nach Situation und Person:

  1. Telling: Wenn der Mitarbeiter eine niedrige Reife aufweist, wird eine Aufgabeorientierte Führung sowie eine niedrige Beziehungsorientierung empfohlen.
  2. Selling: Falls der Mitarbeiter eine geringe oder mäßige Reife besitzt, empfehlen Hersey und Blanchard eine hohe Aufgabenorientierung und Beziehungsorientierung, um den Mitarbeiter zu überzeugen.
  3. Participating: Bei einer hohen Reife sollte die Führungskraft mitarbeiterbezogen und weniger aufgabenbezogen führen und den Mitarbeiter in Ziele und Entscheidungen einbinden.
  4. Delegating: Einem sehr reifen Mitarbeiter kann man eine hohe Verantwortung und Freiheit übertragen.

Hinweis: In der Wissenschaft wird diese Theorie kritisiert, da zentrale Begriffe nicht messbar sind und damit auch nicht empirisch geprüft werden können. Dennoch birgt das Situative Führen Erfolgspotenzial für Führungskräfte.

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Literatur:

  • P. Hersey, K. Blanchard: Management of Organizational Behavior. 4. Auflage. Prentice-Hall, New York 1982, ISBN 0-13-549600-4.

Bilder:

  • "Creative Company Conference 2011" von Sebastiaan ter Burg via Flickr.com: https://www.flickr.com/photos/ter-burg/5807930178/

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