Die Spieltheorie

Einen wissenschaftlichen Ansatz zur Entscheidungsfindung bietet die sogenannte Spieltheorie. Im Unterschied zur Entscheidungstheorie, die sich mit rationalem Handeln und der Wahrscheinlichkeit des Eintretens möglicher Handlungsfolgen auseinandersetzt, bezieht das spieltheoretische Modell die Entscheidungen anderer Beteiligter mit ein. Wer einen Vorteil in einer Wettbewerbssituation erreichen will, handelt zunächst rational, wägt das Für und Wider ab, setzt sich mit möglichen Handlungsfolgen auseinander und trifft schließlich eine voraussichtlich erfolgversprechende Entscheidung.

Wettbewerbsdynamik und Marktteilnehmer

Um die Wettbewerbsdynamik von Märkten zu verstehen und in Konkurrenzsituationen richtige Entscheidungen zu treffen, sollte die Abhängigkeit mit dem oder den anderen Wettbewerbsteilnehmern allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Deren voraussichtliches rationales Verhalten sollte in die persönliche Verhaltensstrategie miteinbezogen werden. Eines der bekanntesten spieltheoretischen Verhaltensmodelle versucht diese wechselseitigen Abhängigkeiten der Beteiligten an einer Entscheidungssituationen darzustellen.

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Das Gefangenendilemma

Die Rede ist vom sogenannte „Gefangenendilemma“. Zwei Gefangene, die einer gemeinsamen Straftat beschuldigt werden, bekommen getrennt von einander Folgendes in Aussicht gestellt: Schweigen beide, erhalten sie jeweils eine einjährige Haftstrafe. Gestehen beide, bekommt jeder eine Haftstrafe von drei Jahren. Gesteht der eine und der andere schweigt, bekommt der erste Inhaftierte Straffreiheit und der zweite die volle Strafe von fünf Jahren. Die beiden Männer haben keine Möglichkeit sich gegenseitig abzusprechen.

Interessant ist hierbei die Tatsache, dass ein Geständnis aus Sicht des jeweils Einzelnen die einzig logische Konsequenz darstellt. Schweigt der Komplize, geht man straffrei aus, sagt er aus, bekommt man drei Jahre. Schweigt man selbst, läuft man Gefahr, bei gleichzeitigem Geständnis des anderen, die volle Strafe zu bekommen. Betrachtet man aber den Gesamtnutzen, offenbart sich das Dilemma: Ist es nämlich Ziel, die Höhe der Haftstrafe für beide zusammen so gering wie möglich zu halten, zahlt sich Schweigen am meisten aus. Es führt bestenfalls zu insgesamt zwei Jahren Haft, und im schlechtesten Fall zu fünf Jahren. Der Verrat des jeweils anderen führt insgesamt bestenfalls zu fünf und im schlechtesten Fall zu sechs Jahren Haft.

Anwendbarkeit in der Praxis

Soll heißen, bei der Entscheidungsfindung sollte neben dem persönlichen Vorteil auch immer der Gesamtnutzen im Auge behalten werden. Auf eine direkte Wettbewerbssituation zweier Unternehmen bezogen, bedeutet dies, bei anstehenden Entscheidungen stets auch abzuwägen, was für alle Beteiligten den größten Erfolg bringt: ein frontaler Konkurrenzkampf oder eine etwaige Kooperation zur Entwicklung neuer Marktchancen.

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